40 Tage 40 Naechte

April 4, 2007

Projekt abgeschlossen…

Abgelegt unter: Daily Blog — admin @ 12:11 am

Ich wollte eigentlich etwas lustiges zu Tag 39 schreiben. Es versprach ganz amüsant zu werden. Meine Ex besuchen, meine Balkon Pflanzen abholen… unter anderem meinen heiß geliebten kleinen Ahorn Baum “Horst” der sich ganz prächtig durch den Winter geschlagen hat. Es hätte so ein köstlicher Nachmittag sein können… bis ich wieder daran erinnert wurde warum ich diese Person die ich mal wirklich geliebt habe nicht mehr sonderlich mag. Sie ist einfach nie da! ;-) Wundervoll, ausser einem guten Kaffee und einem wie üblich guten Gespräch mit meinem Kumpel Thes war der Tag dann herzlich unspektakulär. Ich habe ihn weggelassen. Mit ging sowieso nur noch das Ende meines Projektes im Kopf herum. Und ja, es ist beendet. Ich bin unendlich froh, ein wenig nachdenklich, aber ich kann es sagen. Es ist vorbei, ich habe es für mich geschafft. 40 Tage, 40 Nächte… ohne Sex und ohne Handarbeit, ohne intime Kontakt zu irgendeiner Person.

Viele haben mich schon im Vorfeld gefragt, wie ich es beenden werde. Ich habe bis 23:30 Uhr gesagt ich setze mich hin, ziehe mir einen Porno rein und schreie wenn ich komme damit ganz Bremen was davon hat. Aber, ich und hubert waren dann erstaunlicherweise endlich mal einer Meinung… nach 40 Tagen das erstemal. Also habe ich mir drei Kippen gedreht und mich um 23:59 Uhr mit einem Kaffee auf meinen Balkon verzogen…

Der Mond ist noch fast voll und hier in Bremen hatten wir einen absolut klaren Nachthimmel, das weiße Licht schien direkt auf den Balkon und es war mit meiner Jacke und dem dampfenden Krüger Family Cappuchino sogar ganz angenehm warm. Ich wartete bis meine Uhr piepste… zwölf… meine Kippe glühte. Ein gutes Ende, ein ruhiges Ende… so wie es angefangen hatte. Nach einem Veitstanz im Februar. Mit ein paar Freunden an der Haltestelle. Es war eine komische Idee, wärend des Projekts habe ich sie oftmals dumm genannt… aber ich denke im nachhinein, damit tue ich dieser Idee unrecht. Meine Gedanken schweifen zu Mareen. Wahnsinnig diese Augen, diese Haare… dieser Körper. Ich hasse es das sie mich noch so anmacht, obwohl es vorbei ist, sie sollte hässlich sein. ch sollte dankbar sein das ich so etwas los bin. Aber sie ist nicht hässlich, sie ist halb-koreanerin, mit duftenden Haaren, vollen Lippen, großen und glänzenden Augen… einem Traumkörper… nein verdammt, sie ist ein Männertraum, der mir durch die Finger rutschte. Aus meinen Kopfhörern knallt Combichrist, ich mache es lauter… ich will dieses Bild vor meinen Augen nicht mehr sehen. Und just in diesem Moment, ich schätze es ist zehn nach Zwölf… höre ich ein Flattern durch die Musik hindurch, nicht sehr rythmisch… Scheiße!

“Mach doch bitte die Musik aus!”, flötet es in meinem Kopf. Verdammte Special Effects… ich mag es nicht wenn sie das tun! ch mache was mir gesagt wird, sonst hört der nie auf mir Kopfschmerzen zu verpassen. Da sitzt er, fett und rund, ein bisschen übermüdet und seine Haare sind fettig. Mir ist mal wieder nicht nach reden… ich glaube sie suchen sich extra diese Momente aus! “Armor… “, shit, meine Begeisterung war mir anzumerken. Zum Glück kümmert er sich nicht drum und grinst nur weiterhin wie Johannes B. Kerner auf vier Line Koks. “Hast es geschafft Alter, wer häts gedacht?”. Diese süffisante Stimme… man kommt der sich jetzt toll vor. Ich überlege mir das ich durchaus in der Stimmung wäre Götter vom Balkon zu schubsen. Warum eigentlich? Müsste es mir nicht gut gehen? Fabelhaft geradezu? “Und jetzt? Fickst du die ganze Belegschaft einer chinesischen Fliesbandfirma?”. Der miese Penner weiß wie sehr ich auf Asiatinnen abfahre, aber so vulgär wird er selten. “Wenn das deine Mama hört Kleiner…”, ich war wirklich nicht in der Stimmung ihn zu maßregeln. “Du siehst nicht gut aus… denkst noch viel an deine Flamme was? Du weißt das sie mit dem Typen rumvögelt…”. Oh ich liebe es wenn sie in offenen Wunden rumbohren. Rod, lasst uns ruhig mal Namen nennen… ich hätte ihm so gerne ein paar Knochen gebrochen, aber letztendlich ist die Trennung nicht seine Schuld gewesen. Schade eigentlich… Aber was solls, Armor hörte eh mit. “Was wird jetzt?”. Die miese kleine Ratte mit Flügeln… ich weiß es doch auch nicht. “Schaun wir mal… wie Beckenbauer so schön sagte… und dabei hasse ich es Bayern zu zitieren. Lass mich einfach drüber schlafen!”. Ich war mir natürlich im klaren darüber das er mich tunlichst NICHT darüber schlafen lassen würde, aber es war den Versuch wert. “Fickst du jetzt wieder oder was? Suchst du die grooooße Liebe? Och wie niedlich!”. Ich hasse es wenn Amor zu ironisch wird, das Gefühl einem Kleinkind in paar Zähne rauszuschlagen zu wollen ist… seltsam… Aber er hatte recht, was wird jetzt? Ich kann wieder Sex haben… wunderbar… aber im Hinterkopf ist da noch was, die große Liebe. Dieser unbändige Drang sie zu suchen. Ich mag es nicht darüber nachzudenken, konfuse Gedanken… ohne Zusammenhang… es macht wahrscheinlich keinen Sinn sich darüber den Kopf zu zerbrechen. Amor grinst immernoch… und wie ich so schweige wird mir langsam etwas klar. Liebe hat nichts davon wenn man über sie nachdenkt. Eine Erkenntnis für die Venus mich sicherlich geküsst hätte… leider hatte ich nur ihren kleinen Rotzlöffel an der Backe! “Sex Kleiner…”, ich bemühte mich es so kurz zusammenzufassen wie möglich, aber das Kleiner konnte ich mir nicht verkneifen. “Also doch!”, grinste es mich an.
Ich stand auf, meine letzte Zigarette war eh am Ende. Es war wohl so halb eins. “Sicher Amor, Sex… du kennst mich doch… aber…”, oh ich wusste das wird ihn treffen! “…mit Liebe!” Ha, der kleine Perverse, nu hat ich ihm seine eigene Butter aufs Brot geschmiert. Wie geht Sex mit Liebe? Kann man denn Sex mit Liebe haben, bei nem One Night Stand, bei ner Affaire? Ich denke ja… man macht sich damit ein kleines bisschen kaputt, denn man muss diess Gefühl danach erwürgen, es vierteilen, verbrennen und tief vergraben… aber nur so lohnt es sich für mich zu leben. Sex ohne Liebe, ohne Hingabe… ist doch scheiße! ;-) Ich ging rein. “Was ist mit Hubert?”, kicherte es hinter mir. Ich stoppte. Mist… gute Frage! Und überhaupt, von Göttern, so klein sie auch sind… sollte man sich höflich verabschieden. Das gilt im übrigen auch für ein treues und tolles Leser Publikum. Deswegen, konnte es auf diese Frage auch nur eine Antwort geben. Ich schloss die Balkon Tür und setzte mich an meinen PC. Der letzte Projekteintrag. Wir sollten mit Tag 39 anfangen… und am Ende sollte die Antwort auf Amors letzte Frage stehen. Den Kleinen Kerl sehe ich so schnell nicht wieder, ich weiß das.

“Ich kenne niemanden der Hubert heißt!” … ;-)

Placebo ~ Song To Say Goodbye

April 2, 2007

Tag 38 - Entspannter durch die Hose atmen

Abgelegt unter: Daily Blog — admin @ 3:40 pm

Auch wenn ich Sonntage vorallem deswegen liebe weil es die einzigen Tage sind an denen ich persönlich meinen Kater fast schon genießen kann, dieser Sonntag war irgendwie zu entspannend. Vier Tage lang habe ich meine Arbeit gemacht und bin danach sehr entspannt jede Nacht bis mindestens vier Uhr Morgens tanzen gewesen. Was seltsam ist denn nach vier Tagen fiel mir wieder ein was mich in so manch ratloser Stunde beschäftigt hatte. Junge, du tanzt doch gar nicht! Aber seltsam… scheinbar funktioniert es zu Industrial ganz gut. Ich konnte mir das nicht erklären. Also stellte ich mich neben die Tanzfläche und überblickte die Szene mal ganz objektiv. Danach tanzte ich noch zwei Lieder und stellte mich daraufhin erneut an den Rand um zu spannern. Irgendwann war mir meine seltsame Wandlung zum John Travolta der Industrial Ecke dann allerdings glasklar. Es war ja im Grunde genommen nicht tanzen zu nennen was man da veranstaltete. Zugegeben es gab einige Ausnahmen die sich selbst zu diesen alles übertönenden Basstrommelfeuern irgendwie anmutig bewegen konnten, aber die meisten -unteranderem ich selbst- sahen bei diesen Tanzversuchen dann doch eher aus wie Mr. T beim Tae Bo Training. Zum Teil hatte man Angst… diese Tänzer versuchten sich gegenseitig ins Koma zu prügeln, die Musik lud förmlich dazu ein. Aber andererseits hatte es etwas, diese gewisse rohe Gewalt im Klang, zuckende Körper… selbst wenn man Krämpfe bekäme würde es die ersten zwei, vielleicht drei Minuten nicht sonderlich auffallen. Es war schon schön… aber zurück zum Ursprung, ich konnte nicht mehr! Arbeiten macht besonders viel Spass wenn man sich wärentdessen auf einen amüsanten Abend freuen kann. Das ganze aber gute vier Tage hintereinander durchzuziehen hat Festivalcharakter… naja gut, ohne den Schnaps zum gurgeln morgens… und ohen dieses unangenehme Gefühl den Namen derjenigen vergessen zu haben die scheinbar auch den Weg in dein Zelt gefunden hat. Trotzdem war es zuviel, ich bin sowas nichtmehr gewöhnt herrje, dreieinhalb Jahre in einer festen Beziehung, ich gebe es gerne zu… ich bin verweichlicht! Ich arbeite dran. Mit müdem Blick verabschiedete ich mich also desöfteren samt meinem Bier in die gemütliche Couchecke des Clubs… ein herrlicher Trend der sich tatsächlich aus den 70ern retten konnte. An meinem Ohr zottelte der Beat aus den Boxen, in meiner Hand kühlte ein weibisches Becks Green Lemon (mehr war echt nich mehr drin) meine Hose, in der selbst Hubert zu erschöpft war um zu schreien. Überhapt glaube ich Hubert hat seine letzten Kräfte jetzt zum durchhalten mobilisiert. Macht seit gestern keinen Terror mehr. Zwischenzeitlich habe ich ihn mal ganz kurz und äusserst sanft geschüttelt weil in mir die begründete Angst erwuchs er wäre abgenippelt. Aber er war sofort wieder da und beschwerte sich recht lustlos über die Störung. Diese letzten drei Tage sind wunderbar bisher.

Sollte ich diese letzten drei Tage beschreiben, würde ich sie ohne zu zögern mit den ersten Tagen des Projektes vergleichen. Es ist so ein bisschen als sei die Willenskraft, die ich mir die letzten Wochen immer hart erkämpfen und anreden musste in einer riesigen Welle über mir gebrochen. Es gibt soviel davon das es mich nicht mehr tangiert. Diese letzten Tage sind wunderbar, auch deswegen weil man dieses hochgefühl des Triumphes nicht mehr richtig los wird. Ich muss mich an dieser Stelle für meine Selbstbeweihräucherung sehr entschuldigen, aber ich komme nicht ganz an ihr vorbei. Ich habe es fast geschafft und ich weiß es wird nichts mehr schiefgehen. Es ist nun tatsächlich wie auf den letzten 3 Metern vor einer Ziellinie. Aber gleichzetig… und das möchte ich hier auch betonen… ist es unglaublich schwierig. Ich habe vesucht diesen Blog witzig zu gestalten, das er das ein oder andere Mal Spaß macht beim lesen… darüber hinaus ist vielleicht seine ganz spezielle Bedeutug für mich ein wenig in dn Hintergrund getreten. Dieses ganze Projekt, gebührt eigentlich nur einem Mädchen. Meiner Ex-Freundin… die mich dazu gebracht hat dieses Projekt anzufangen. Ich habe es getan um die Trennung für mich verarbeiten zu können, vielleicht auch ein bisschen um etwas besonderes für mich zu machen, etwas neues das mir nicht entspricht… und alles mit einem eigentlichen, großen Ziel. Ich wollte einen Cut! Einen sauberen Schnitt, denn ich wusste vom ersten Tag der Trennung an das ich mit meiner Ex keine Freundschaft aufbauen kann. In den letzten 38 Tagen ist so vieles passiert, auch mit mir, auch im Bezug auf diese wunderbare, lange Beziehung.  Ich muss sagen, ich habe es in dieser Zeit verlernt sie noch als meine Freundin zu sehen aber ich habe gleichzeitig verlernt sie zu hassen. Und ohja ich habe sie gehasst für diese Trennung. Das ist es was das Ende dieses Projekt für mich vorallem bedeutet… ich habe gemacht was ich wollte, ich habe geschafft was ich mir erhofft habe… und lasst mich nur ein kleines bisschen sentimental werden… wenn ich daran denke schießen mir schon ein paar Tränen in die Augen. In 3 Tagen ist alles vorbei, dann ist diese Beziehung entgültig vorbei und auch diese Trennung liegt dann hinter mir… und damit auch Mareen… es tut mir leid! :-)

Aber nun haben wir genug Privatsphäre geschoben… nochmal zu meinem Clubabend am Samstag. Ich sitze also auf der Couch und meine Gedanken schweifen von der Musik hin zu… Cocktails. Hach was wünschte ich mich für ein paar Augenblicke ins El Mariachie… ich brauchte dringend einen Mojito. Und eine Dusche… jaaaah, meine Augen glänzten. “Is was?”, kam eine besorgte Stimme von der Seite. “Ich mach morgen Wellnäs Tag!”, war meine punktgenaue, etwas manisch wirkende Antwort. “Bitte WAS?”, mein Gesprächspartner war absolut verwirrt. Harr, ich liebe das, also suchte ich den Blickkontakt. Das sind Momente die man genießen sollte. Man hat vor sich einen Goth, diesr Menschenschlag versteht etwas von Musik, Klamotten, manche sogar von Philosophie, Psychologie, wiederum können sie ein grandioses Allgemeinwissen haben… aber dieser hier vor mir, ich konnte seinen Angstschweiß riechen, hatte keine Ahnung was Wellnäs war… und es beunruhigte ihn. Ich grinste… dieses Grinsen das man sich beim Kind auf der Kinderschokoladenpackung sehr gut abkucken kann. Ich grinste also wie die Kinderschokoladengöre aus der Hölle und meine blonden Strähnchen zwirbelten sich zu formschönen Hörnern. Ich sammelte meinen Atem und legte los. “TÖTE! TÖTE!”, gröhlte es in meinem Kopf. “Also pass auf, zuerst werde ich heute Morgen wenn ich nach Hause komme noch einen höllisch fettes Frühstück einnehmen, dann lege ich mich erstmal hin und schlafe bis um drei Uhr, wenn ich aufwache koche ich mir nen Kaffee und verziehe mich erstmal mit einer Zigarette auf den Balkon, danach trinke ich den Kaffee bei einer weiteren Zigarette auf dem Balkon, nachdem ich mich dafür entschieden habe noch eine Zigarette zu rauchen überlege ich mir dabei was ich wohl kochen könnte, dann werde ich mich daran machen ein wunderbares essen zu köcheln und es selbstverständlich vollkommen alleine aufzuessen ohne es teilen zu müssen *ich räusperte mich kurz und holte Luft* … *nein ich hatte bis dato keinen Punkt gesetzt, seht ihr irgendwo ein Satzende?* *meinem Gesprächspartner standen die Haare zu berge und er quetschte sich winselnd in die Polster* *HARR!* …wärend das essen auf kleiner Flamme vor sich hinköchelt gehe ich duschen, ja genau das mit dem wasser, und das mindestens eine halbe stunde denn ansonsten ist es nicht WELLNÄS *ich sah mit genuß wie er bei dem Wort quietschend zusammenzuckte* genug… wenn ich aus der Dusche rauskomme kann ich praktisch schon essen und werde mich dabei natürlich für zwei Stunden vor den Fernseher verziehen, danach gehe ich nochmal auf den Balkon und rauche eine, natürlich nicht ohne mir vorher einen weiteren Kaffee gemacht zu haben, das wird einfach wunderbar, vielleicht lege ich mich danach nochmal für zwei, drei Stündchen hin und wenn Abends nichts gutes in der Glotze läuft dann tausche ich den Kaffee einfach gegen einen guten Rotwein ein! SO! *ich schnaufte unauffällig* Mein Gegenüber war vollkommen am Ende… ein knappes “Aha…” und er verschwand mit einem wirklich hübschen und durchaus gekonnt aussehenden Hechtsprung über die knapp zwei Meter hohe Brüstung. Ich war stolz, hatte ich doch mal ganz ausgeklügelt meinen Tagesplan für morgen aufgestellt… und er gefiel mir!

Und so ist es Leute, ich mache Wellnäs Tag. Ich genieße die letzten Tage. Und ich habe… und das sei an dieser Stelle nochmal kurz erwähnt. Ein neues Projekt geplant das auch wieder auf einem Blog laufen wird. Es macht Spass sich da schonmal mit ein paar Leuten drüber auszutauschen die mir unter anderem auch bei der Einrichtung einer kompletten Internetseite dafür helfen werden.

So, mein Kaffee ist fertig und die Sonne schreit geradezu danach das ich mich mit ner Kippe zu ihr verziehe! Ich hoffe ihr habt auch noch einen sonnigen Tag und genießt dieses herrliche Wetter. Ich schwebe auf meiner rosa Wolke sanft davon. Bis Morgen.

euer Jan aka Nubriel

ps: Musik gibts heute… mal von Story Of The Year mit Until The Day I Die… irgendwie habe ich dieses Lied lieb! xD Aber unterstellt mir nix! ;-)

März 31, 2007

The Rest is about to come Tag 30-37 - Nein! Wir machen jetzt Making Of!

Abgelegt unter: Daily Blog — admin @ 4:54 pm

Nein! Das Projekt ist noch nicht vorbei. Auch wenn ich es gerne so hätte. Dwarf, im eigentlichen hast du recht… du hast dich nicht verrechnet. Die Diskrepanz von 4 Tagen ergibt sich im eigentlichen aus den Doppeleinträgen bzw. zwei größeren Lücken innerhalb des Projekts… eine davon haben wir hier. Ich werde das gleich noch kurz erklären. Offizieller Schluss des Projektes nach Einträgen ist der 4.04.07. Das heißt der letzte Tag ist der 3.04.07.

Ich bedaure das ich mein Projekt in sofern einschneiden musste das ich nicht mehr jeden Tag schreiben konnte. Mein Problem lag einfach im Zeitmanagment. Ich werde euch das heute mal alles sehr ausführlich erläutern… im Stile eines Making Of 40 Tage, 40 Nächte in der Hoffnung das ihr danach ein klareres Bild habt. Ich brauche für einen Blogeintrag im Durchschnitt ein bis zwei Stunden täglich. Dabei kommt es mir vorallem darauf an das was ich erlebt habe schlüssig wiederzugeben und es bei Bedarf, bzw. wenn es ansonsten nichts hergeben würde etwas “aufzupeppen”. Ich muss darauf achten mit Namen sparsam zu haushalten, denn nicht jeder der mit mir auf Partys geht, der mich zum einkaufen begleitet oder der Nachts um 5 Uhr bei Chart 1 und nem leckeren Rollo meint mir ein Gespräch aufs Auge drücken zu müssen will auch in einem Blog erwähnt werden. So ist ein Blogeintrag immer auch wie ein umschiffen von hundert kleinen Klippen. Nebenbei sind da dann Menschen… sie nennen sich Leser… hat man zwei, will man mehr. Hat man zwanzig, will man mehr. Hat man tausend… ach keine Ahnung ich hatte noch nie tausend. Aber sie sind anspruchsvoll, sie wissen was sie lesen wollen. Und hier baut sich vor einem Blogschreiberling ein riesiger Eisberg auf. Denn ich erfinde hier im Grunde genommen keine Geschichte. Ich habe 37 Tage lang über mein Leben geschrieben… manchmal regelmäßig, manchmal nicht. Aber ich führe kein besonders interessantes Leben. Ich bin nicht reich, ich habe keine besonders aussergewöhnlichen Hobbys. Letztendlich, bin ich der Typ in der Bahn mit den blonden Strähnchen und der ernsten Miene im Gesicht… den ihr nie bemerkt, wenn ihr nicht ganz genau hinschaut. Ihr lest seit gut einem Monat einen Blog von mir… und ich hoffe ihr habt gelacht. Das es mein Leben war über das ihr gelacht habt war gut, das freut mich, ich komme darauf nochmal zurück wenn ich mich in ein paar Tagen von euch verabschiede. Aber seht ihr, da ist das Problem für einen Blogschreiber… wie arbeitet man einen vollkommen uninteressanten Eikaufsbummel auf? Es passiert nichts, euch kommt nicht ein interessanter, seltsamer Mensch für einen interessanten oder seltsamen erzählerischen Ansatz entgegen. Ihr könntet schreiben “Ich war in der Stadt beim einkaufen.” und wärt dann fertig. Das will aber niemand lesen! ;-) Wir Blogger sind ein bisschen abhängig… ein bisschen süchtig… nach Geschichten in unserem eigenen Leben. Wir suchen sie, wir können viel verwenden. Wahrscheinlich gehen Blogger wirklich mit anderen Augen durch die Stadt. Aber manchmal gibt der Tag eben nichts her. Und ich empfehle jedem nochmal Tag 23 zu lesen. Den schlechtesten Eintrag des ganzen Projekts. So etwas entsteht… unkreativ und übermüdet ;-)
Für mich hat sich in den letzten Tagen auch viel getan, seit meinem Geburtstag sind schon sieben Tage ins Land gezogen. Ich musste die Woche über vorallem für meine Bewerbungen an der Kunsthochschule zeichnen. Ausserdem hat sich eine sehr interessante Veränderung in meinem Leben eingestellt. Besser gesagt wird sie sich einstellen. Ich habe mit einem Freund zusammen beschlossen nach Berlin zu ziehen. Im Oktober diesen Jahres wird es losgehen. Bis dahin müssen wir natürlich noch eine ganze Menge erledigen. Aber ich freue mich unglaublich und denke das dieser Umzug mir gut tun wird. Zwischen meiner künstlerischen Arbeit im Bereich visuelle Poesie und den zu schmiedenden Umzugsplänen war da nicht viel zu machen. Ich ging Mittags aus dem Haus, blieb bis Morgens im Atelier am Bahnhof und stand Mittags zuhause wieder auf damit sich das Spiel wiederholte. Ich weiß nicht genau wie ich beschreiben soll was einem da durch den Kopf schwirrt. Die meiste Zeit war es eigentlich ein winseln… “Du brauchst eine gute Idee!” Und neben diesem winseln nimmt man manchmal nette Menschen wahr die Dinge sagen wie “Noch ein Kaffee?” oder “Hast du die Kontoauszüge von der Bank geholt?” manchmal auch ein liebevolles “Ich weiß nicht warum, aber irgendwie bist du komisch!” … Verdammt JA! Es musste sein, ich musste komisch sein und ich konnte nicht bloggen. Was mich betrübt hat waren vier E-Mails von enttäuschten Lesern die diesen Blogeintrag schon nichtmehr lesen werden. Was stand denn drin… mh…. “Sie hätten den Blog immer gerne verfolgt, haben aber jetzt das Gefühl das ich das Projekt aufgegeben habe… und wollen nicht mehr lesen…” so ungefähr. Ja. Sie haben recht… schockt euch das wirklich? Nein, ich habe das Projekt nicht aufgegeben. Es läuft für mich… leider anders als für euch. Ihr lest es, zehn Minuten am Tag. Auf der Arbeit bei nem Kaffee, oder kurz Zuhause nach der Schule… ihr lest es, wenn ich meine Sache gut gemacht habe werdet ihr schmunzeln… und danach? Danach bleibt es mein Projekt, ich mache es weiter… und ihr geht anderen Dingen nach. Nein! Ich kann dieses Projekt gar nicht vergessen… mein Leben kann nur manchmal dafür sorgen, das ich es euch nicht immer gleich auf die Nase binden kann! ;-)

Wollen wir vorgreifen? Ich will vorgreifen! Es sind noch drei Tage, drei Tage in denen ich regelmäßig schreiben werde. Soviel bin ich euch sicherlich schuldig und nicht nur das, ich will es auch nochmal auskosten. Ich möchte auch deshalb jetzt schon vorgreifen weil es eine schöne Gelegenheit ist Danke zu sagen und ein paar kleine Fakten zu wälzen. Einige von euch hatten schon gefragt was nach 40 Tagen, 40 Nächten kommt… ob ich vielleicht noch ein bisschen weiterschreibe… ich habe mir das gut überlegt. Ich werde es nicht tun! Nicht weil ich keine Lust dazu hätte… ich werde bestimmt in den nächsten Monaten einen neuen Blog machen, mit einer neuen Idee… mir spuckt da etwas im Kopf herum. Und an diesem Blog habe ich so vieles gelernt. Nein! Mein Blog wird mit Tag 40 enden und ich werde mich nicht großartig mit einem langen Fazit verabschieden. Es wird… kurz und knackig. Und gerade deswegen werde ich jetzt Danke sagen. Ich hatte es mir aufgeschrieben Moooment…

Liebe Leser,

Vielen, vielen, vielen Dank für 147 E-Mails, 57 Kommentare, 3 bösartige Beschimpfungen, 2 Einladungen zum Sex, jede Menge positiver Kritik, einiges an konstruktiver negativer Kritik, 864 Stunden Spass, Blut und Tränen… ich habe sie genossen! Ich habe euch genossen!
Es macht wirklich Spass einen solchen Blog zu schreiben. Das einzige Problem ist den Anspruch zu halten. Was nicht immer leicht st, ganz bestimmt nicht immer gelingen kann, aber am Ende zumindest einmal funktioniert haben muss. Als Schreiber ist es doch vorallem wichtig das die Leser lachen… ich kann Menschen nicht gut zum nachdenken bewegen, ich kann ihnen auch nicht sonderlich gute Tipps geben… aber ich kann sie manchmal zum lachen bringen. Bleibt bei euren Leisten! ;-)

Seid mir nicht so böse… ich habe es kaum verdient! ;-)

euer Jan aka Nubriel

ps: Musik, ja richtig. Ich erinnere mich ein schönes Lied rausgesucht zu haben.

Dashboard Confessional ~ A Plain Morning

Habt Spass und genießt das Wetter! :-)

März 27, 2007

Tag 29 - Geburtstag mit Krähen

Abgelegt unter: Daily Blog — admin @ 3:46 pm

Schnallt euch an, der Eintrag wird lang! ;-)

Oh was habe ich für kreative Freunde. Mein Geburtstag stand am Samstag an. Ein Tag den ich seit zweiundzwanzig Jahren tunlichst vermeide zu feiern. Man wirft sich lachend in Unkosten, trinkt sich grinsend in komatöse Zustände, beginnt lächelnd Affairen mit Frauen die man an einem anderen Tag und in einem anderen Zustand bestenfalls zu seinen besseren Freunden erklärt hätte. Und alles endet auf dem Fleckchen Fussboden den man gerade unter seinen Füßen hat wenn man müde, betrunken und übermüdet mit einem dümmlichen Grinsen auf dem Gesicht versackt. Alternativ auch gerne im sanitären Bereich zwischen den sanft geschwungenen, niemals sterilen Schenkeln einer Klobrille. Und am nächsten Tag ist man einer Gewissheit ganz nahe. Alkohol mag dein Feind sein, dein Untergang und der Grund für ein sehr peinliches, klärendes Gespräch mit deiner besten Freundin die in ca. 5 Minuten splitternackt neben dir aufwachen wird… aber in all diesem Chaos musst du zugeben das es dir Spass gemacht hat. Manchmal ist die Gewissheit eben grausam. Nur um das kurz klarzustellen, meine beste Freundin renoviert gerade ihre Wohnung und hat momentan wirklich besseres zutun um splitternackt neben mir aufzuwachen, also verbucht dies unter kreativer Freiheit eines hormonell schwer gestörten Twens. Aber kommen wir zum eigentlichen Teil, es musste so sein. Seit meinem unrühmlichen Ausscheiden aus der Beziehungswelt am Ende des Jahres 2006 war einiges passiert. Alte Freunde waren wieder an meiner Seite und neue Freunde lernte ich nun quasie im Minutentakt kennen. Aus all diesen neuen Gesichtern und Eindrücken kristallisierten sich recht schnell ein paar Menschen heraus. Eben jene durfte ich zu meinem Geburtstag begrüßen und an dieser Stelle sei gesagt, es war ein tolles Gefühl. Doch vor der Kür kam die Pflicht und die bestand darin Getränke zu organisieren. Wie war das noch gleich mit den Unkosten? Also ein bisschen Kohle für meine Leute rauszuschmeißen muss schon drin sein. Zwei Kästen Bier, einen Ramazotti und einen Red Label später schleppten der Hofi und ich das Zeug stöhnend durch den Bahnhof. Gierige Blicke überall, ausnahmsweise galten sie mal nicht uns sondern den formschönen Flaschen die wir ächtzend durch die Bahnhofshalle schunkelten. Oh super, wir hatten da ein kleines Detail übersehen… am Samstag wird Fussball gespielt. Unser Auge schweifte überall über die durstige Kehlen schwitzender Männer die ihrerseits unsere Fracht anschauten… einige von ihnen überlegten schon wie man uns schnell und leise töten könnte. Hofi und ich tauschten vielsagende Blicke, wir verständigten uns flüsternd darauf höchstens 3 Flaschen aus jedem Kasten zur Verteidigung zu nutzen. Wenn es nötig werden würde sollte Hofi zurückbleiben und sein Leben heroisch für das Geburtstagskind opfern das Fernsengeld gibt und zumindest das Flens mitsamt des Red Label und Ramazottis in Sicherheit bringt. Ich hörte mich schon schreien “Du stirbst für eine gute Sache!” und vor meinem geistigen Auge sah ich Hofi mit einem dieser von ihm berühmt berüchtigten verzerrten Gesichtsausdrücke in meine Richtung starren wärend eine Meute aus einem halben Dutzend beschaalter Bierbäuche mit der erstaunlichen Ästhetik eines springenden Pottwals in seine Richtung walzte. Ich schüttelte mich um diesen Gedanken zu verdrängen. Die Arme wurden langsam lang, wir brauchten dringend ne Pause. Aber wo anhalten? Unsere letzte Rettung war der Bahnhofsvorplatz. Völlig exponiert zwischen Punks, Fussballfans, feuchten Alkoholikern und der typischen Mischung aus durstigen Bahnhofsirren stellten wir unsere Kästen ab, achteten auf eine Körperhaltung in der wir notfalls sofort reagieren konnten und rauchten erstmal eine. Kennt ihr das Gefühl als drei Monate altes Katzenjunges zwischen zwei dutzend kläffenden, knurrenden, sabbernden Schäferhunden festzusitzen. Natürlich kennt ihr das das nicht… wenn ihr wissen wollt wie es sich anfühlt macht diese Tour einfach an einem Bundesliga Spieltag am Bremer Bahnhof nach. Die Zigarette schmeckt… aber wir standen unter Zeitdruck. Also schleppten wir uns mit noch drei weiteren Zwischenstopps aus der Gefahrenzone Bahnhof… mitten in die Gefahrenzone Discomeile Bremen. Wir tauschten sozusagen besoffene Fussballfans durch besoffene Feierwütige… was ein fragwürdig sinnvoller Tausch ist! Hofi wohnt halt durchaus zentral. Wir versuchten es wieder mit der “Nicht auffallen”-Methodik. Ein Goth mit einem vollen Kasten 0,5 Liter Becks Flaschen der versucht nicht aufzufallen ist in etwas so etwas wie ein Jumbojet der versucht Nachmittags um 17 Uhr unauffällig auf der A4 zu landen. Wir entschieden uns dann einfach stumpf weiterzulaufen und uns unserem Schicksal zu ergeben.
Das Schicksal war gnädig, ich glaube der Biergott wusste er kriegt heute Abend noch viel zu lachen…

Nachdem wir unsere Pflicht erfüllt und in einer waghalsigen Mission das Bier und das harte Zeug nach Hause geschleppt hatten… hatten wir uns gleichwohl erstmal ein Bierchen verdient und tranken es bei einer entspannten Runde Wii-Bowling. Und da Geburtstagskinder bekanntermaßen auf wundersame Weise nicht verlieren können stand der Gewinner natürlich alsbald fest. Was dann kam war eine Mischung aus organisiertem Besäufnis und lustigem Beisammensein, was sich in etwa folgendermaßen anhörte:

“Nubi omni potens.

Als Nubriel vom Himmel fiel, da grämten sich die Engel. Es fehlte nun der Gottesstiel, der allergrößte Schwängel.

Doch auch auf Erden ist sein Leben, ein endlos langer Porno. Hardcore ist sein einziges Bestreben, jedoch mit 40 Tagen Storno.

Heute, wenn auch in Abstinenz. Wollen wir heftig mit dir feiern. Mit Bier und Wein und Saurem Bruns.

Wir sind doch deine größten Fans. Drum lasst uns nun gemeinsam reiern. Alles Liebe kommt von uns.

copyright, idea, process and artwork by KaRaCoThes. Namentlich Kara, Co-misch und Thesion”

An dieser Stelle möchte ich mich nochmal dafür bedanken. Und für den wunderbaren Beate Uhse Wein, dessen frivolen Aufdruck ich nun Abend für Abend anstarre und auf mein Kissen sabbere. Und natürlich für den Special Nubi Birthday Song und überhaupt für eure Anwesenheit, es war bannig doll und ein sehr schöner Geburtstag! So, dad musste mal raus.

Bei guter Musik trank man sich also so durch das breite Angebot an alkoholhaltigen Kaltgetränken. Bier, Wein, Ramazotti, Red Label, Apfelwein, Absinthreste, Saurer Bruns, 42, Wasser… WASSER? Ja Wasser, der Cas war schließlich mit dabei! ;-) Und dem Geburtstagskind wurde fleissig Eis für seine Lendengegend gereicht. Hubert war also nach einer Weile erfroren, merkte davon aber praktisch nix weil er viel zu besoffen war. Entspannung pur! Der Abend wurde dann in steigendem Maße vertrauter… sehr viel vertrauter. Ich sah Zungen in Mündern verschwinden von denen ich es niemals erwartet hätte. Aber irgendwie war es mir ja klar… ich laß nochmal die Karte… “Doch auch auf Erden ist sein Leben, ein endlos langer Porno…”. Wieso bloss schien das an diesem Abend JEDER ernstzunehmen ausser mir. Ich grübelte eine Weile darüber nach ob Geilheit vielleicht tatsächlich physikalisch nachweisbar sein. So zum Beispiel in Form von Strahlung… und ich fungierte momentan vielleicht gerade als ein sehr verwundertes Brennelement. Naja ich finds ja schön wenn um mich herum geknutscht wird, ganz ehrlich. Ich mag diese Atmosphäre auch wenn ich nicht direkt an ihr teilhaben kann. Fragt mich nun nicht ob mir dabei einer abgeht… nein tut er nicht. Küssende Männer haben es mir noch nie so angetan. Ich will nichtmal mir beim knutschen zukucken, was glaubt ihr warum ich die Augen zumache? Das es romantisch wirkt ist zugegeben ein angenehmer Nebeneffekt ;-)

So ging dann dieser Abend in vielerlei trauter Zweisamkeit vorbei. Komischerweise nahm nur das einzige feste Pärchen des Abends sich gegenseitig mit nach Hause. Und ich war plötzlich ein schwer enttäuschtes Brennelement… das nächstemal mehr Strahlung!! Was dann kam war der gemütliche Teil, mit Hofi und Cas, den letzten Überlebenden frühstücken. Auf dem Weg zum Bahnhof stellte sich langsam die bestechende Wirkung von Schlafmangel im Bezug auf Alkoholkonsum und Ausnüchterungszustände ein. Achja, eine gehörige Portion Hunger kam auch dazu. So ließ man sich dann dazu verleiten gierig die Krähen anzustarren. Kommentierte sich aber später mit einem “Jaja, Krähen sind wie Frauen. Erst sehen sie lecker aus und dann scheißen sie einen an!” …Wow, diese Weisheit und das auf zwei Promille. Der Biergott hatte uns geküsst. Eine Stunde, einen Donut, ein Schokocroissant und ne Quarktasche später fielen wir da um wo wir uns gerade hingestellt hatten. Bei mir wars zum Glück in der Nähe der kleinen Couch. Und als wir nach vier viel zu kurzen Stunden aufwachten… wartete der nächste Tag, eine Rollenspielrunde…

…und damit wären wir bei Tag 30!

Bis bald meine Hübschen.

euer Jan aka Nubriel

ps: Musik, Musik… ich will was von Fall Out Boy, Party oder so… vielleicht ein bisschen Trance… oder House… aber das wäre für diesen Beitrag ein wenig zuviel. Was leichtes soll es also sein, melodisch aber trotzdem laut. Sommer soll drin sein und trotzdem solls nicht zu heiß werden. Also landen wir doch wieder bei

Fall Out Boy ~ 7 Minutes In Heaven

März 24, 2007

Tag 27 u. 28 - Der Marathon

Abgelegt unter: Daily Blog — admin @ 3:06 pm

Der Marathon läuft, seit wann? Ich weiß es nicht mehr… ich laufe nur noch! Auch wenn die Beine weh tun, der Schweiß brennt mir in den Augen, verschwommen sehe ich an den Seiten der Strecke Menschen stehen. Sie jubeln, glaube ich… vielleicht wollen sie mich auch einfach nur darauf aufmerksam machen das ich ohne Hosen losgelaufen bin. Aber das hatte System! Irgendwo davorne müsste irgendwann… bald… das Ziel auftauchen. Meine Füße tun weh, eigentlich tut mir alles weh… ich habe mir schon kurz nach dem Start irgendwann insgeheim gedacht… Scheiße Junge, du hättest trainieren sollen. Scheiße… ich hätte WIRKLICH trainieren sollen. Aber jetzt war es zu spät und ich… ich war der einzige Läufer im Feld dessen tägliche Trainingseinheit daraus bestanden hatte die Straße vorm Haus zu überqueren um zum Bäcker zu kommen. “Immer schön weiterlaufen”, höre ich plötzlich neben mir eine Stimme. Na toll, der Jürgen, drahtige Erscheinung… und nicht eine verdammte Schweißperle auf der Stirn. Dann rennt er fünfmal um mich rum und verschwindet einen Augenblick später als eine Staubwolke am Horizont. Ich hör ihn noch schreien. “Energie leiten Jan! Du musst deine Energie leiten!”. Der hat ne Ahnung… ich frage mich seit hunderten von Kilometern wie ich das Sperma aus den Beinen RAUS kriege. Ich wieg bestimmt schon 5 Kilo mehr wegen dem Zeug, man schwitzt es einfach nicht raus! Ich wage einfach nochmal einen Blick ins Publikum… meine Fans… ich bin gerü…. moment, nein… NEIN! Doch, doch, doch… genau in diesem Moment ziehen 5 Mädels einer  Damenfussballmannschaft ihre T-Shirts hoch und entblößen ihre prallen, runden… Ich schreie… BÄLLE! Sie schreien… JAAAA! Ich verfalle wieder in meinen Lauftrott… einfach weiter… immer weiter…

Meine Süßen, das ist alles eine große Scheiße. Ich bin wahrlich ein Sklave meiner Hormone und ich kämpfe einen einsamen Kampf gegen einen übermächtigen Feind. Meinen Körper! Dieser konnte mich nie sonderlich leiden, ich bin Raucher… liebe Fastfood… bin der festen Überzeugung das Zucker keine schlechten Eigenschaften hat und halte jedes Fleisch das man af einen Grill schmeißen kann automatisch für ein Grundnahrungsmittel! Achja ausserdem sollte man Grundnahrungsmittel mindestens an 5 Tagen der Woche zu sich nehmen. Auch sämtliche Kelloggs Produkte sind aufgrund ihres hohen Nährwerts als Grundnahrungsmittel zu sehen. Genauso wie Knoppers! Denn mal ehrlich, wenn dieser blond gewordene Traum einer Übermutter aus dem TV ihrem Kind Knoppers mit in die Schule gibt weil da das beste aus Nüssen und der Milch drin ist… dann kann ich doch im Leben niemals behaupten das diese Dame gecastet ist und nen Haufen Kohle dafür kassiert das sie arme, ahnungslose junge Mütter verarscht. Nein, Knoppers MUSS gesund sein. Und auchHaribo ist so ein Fall, im speziellen Picco Balla… diese Reiskorn großen bunten… undefinierbaren… “Dinger”. Man sieht sie an und man weiß sie schmecken nicht. Man riecht dran und man weiß das hier ein Magengeschwür nicht mehr weit ist. Man nimmt sie in den Mund und hat augenblicklich den Drang sich zu erbrechen und diese Firma auf Millionen zu verklagen. Aber in dem Moment grinst Gottschalk einen mit diesem charmanten, einnehmenden Lächeln an und flüstert mit dieser zarten Stimme. “Keine Konservierungsstoffe!” …eigentlich willst du ihm auf die Schuhe kotzen und schreien “Noch schlimmer! Jetzt hab ich gar keine Erklärung mehr dafür warum das Zeug schmeckt als hätte ein halber Kindergarten diese Scheiße schonmal verdaut!” Aber dann stellen sich ein Dutzend Kinder um die blond gelockte Grinsekatze und erklären dir mit charmant aufgesetztem Lächeln “Und ohne Tzzuckeer Tzzzusatz…” Hach was für ein niedlicher Sprachfehler… im nächsten Moment rutscht das Teil ausversehen über deine Zunge und schwups hast du es geschluckt… und mit ihm auch die wunderbare Welt der Werbeindustrie. Ja, da wo man in einer Erdbeere noch das wesentliche sieht… die Erdbeere heißt hier nämlich noch Strawberry Flavor und lässt sich ganz wesentlich auf einen nur wenige milligramm großen Tropfen minimieren. Super! Und so praktisch!
Aber wie kamen wir jetzt eigentlich drauf? Achja, mein Feind…. äääh mein Körper. Ich nenne ihn inzwischen auch gerne den hormongeschwängerten Tauchsieder der Geilheit. Und halte ihn tunlichst vom Wasser fern… also jetzt mal sehr sinnbildlich gesprochen. Könnt ihr folgen? Aber da gab es ja noch etwas. Zwei Themen, Erfolgsdruck beim Sex und der Tod. Jaaaaah, ich kann das alles beides mit einem Atemzug in einem Satz sagen. Aber warum… naja, was einen halt so beschäftigt. Da braucht es ja meist nur einen Satz und schon denkt man mal näher drüber nach. Erfolgsdruck beim Sex… wer kennt dann das nicht, liebe Männer. Jeder der gerne ne Jungfrau hätte kommt doch insgeheim nur nicht damit klar das seine Angebetete schon sogenannte “Vergleichsmöglichkeiten” auch Ex-Affairen, Beziehungen genannt, hatte. Und sobald ein Mädchen erstmal im Rennen ist hat jeder Mann sich eben dem Vergleich zu stellen. Männer sind eigentlich arme Schweine, einem ständigen Wettkampfdenken unterstellt. Das fängt in der Pubertät an wenn man seinen Schwanz plötzlich vergleichen muss und mit 16cm echt nur im Durchschnitt liegt… und geht irgendwie so weiter, mit Höhen und Tiefen wenn man rausfindet das durchaus auch 22cm Ladehemmungen haben können… aber man klopft ihm auf die Schulter und tröstet. Insgeheim allerdings jubelt man weil man selber ganz gut ohne Ladehemmung gefahren ist. Es ist IMMER ein Wettkampf, erzählt mir nichts Männer… ihr wurdet so geboren! Aber mal im ernst, das macht es doch spannend. Brunftzeit ist komödiantisch und menschlich gesehen eine höchst interessante Zeit. Die Herren der Schöpfung zeigen Seiten an sich die man nicht gerade häufig bemerkt. Und die Frauen zeigen Seiten… Frontal- und Rückenansichten die man einfach gerne anschaut! ;-) Aber was macht man nun eigentlich gegen den Erfolgsdruck? Also ich finde es hat sich bewährt ihn gar nicht zu beachten. Also mal an alle die sich gerade was neues Suchen und dann wieder vor deralt bekannten Frage stehen “War der letzte besser als ich?” … Bitte, bitte tut der Männerwelt einen Gefallen. Stellt diese Frage NIEMALS, wärend ihr mit eurer neuen Flamme Sex habt… und verkneift sie euch am besten auch danach. Es ist doch einfach nicht notwendig. Was erhofft man sich davon? Sie wird, selbst wenn ihr der schlechteste Mann seid den sie je im Bett hatte nur in den seltensten Fällen genau DAS sagen… naja wenn ihr fatal schlecht seid wahrscheinlich schon… aber das unterstelle ich niemandem und sowas kommt auch nur ganz selten vor wenn die Chemie so überhaupt nicht stimmen will. In den meisten Fällen ist die Frau charmant… Spielen wir mal wieder mit ein paar Klischees! ;-) “Du bist so geil!” ist ein Satz der ruhig mal fallen kann wenn man Sex hat… er ist quasie nichtsaussagend, einfach und verständlich und man muss darüber nicht nachdenken. “Glaubst du deine Mutter hört uns?” ist einer der vielen absoluten NO-GO’s! Bringt niemals ihre Mutter ins Spiel wenn das Mädchen nackt und exponiert vor euch liegt. Das startet augenblicklich ein Feuerwerk an Assoziationen bei ihr. Die anderen NO-GO’s wären die artverwandten, jedoch vollkommen lusttötende Fragesätze “Bin ich geil?” “Mach ichs dir richtig?” und “Tut dir was weh du verziehst so das Gesicht?” Toll, großes Kino auf jeder Comedy Bühne… aber genau deswegen im Bett die absolute Katastrophe. Jetzt drängt sich jedem natürlich eine Frage auf. Der Typ ist ein absoluter besserwisser und gibt stääändig Sextipps. NEIN! Ich möchte das ganz ausdrücklich sagen, ich gebe KEINE Sex Tipps. Ich sage nur wie es eben gar nicht geht. Und fragt mich nicht woher ich das weiß… ich werde euch auf keinen Fall ehrlich antworten! ;-)

Der letzte Punkt über den ich mir noch gedanken machte. Der Tod. Auch Karl-Heinz genannt… aber den Namen hört er nicht gerne. Letztendes könnt ihr den Tod auch anders personalisieren… wie er euch eben besser gefällt. Ich finde Karl-Heinz passt herrlich, diesen Namen erwartet man einfach nicht vom Tod. Naja, aber vom Namen mal abgesehen. Ich bin ein furchtbar unorganisierter Mensch… über meinen Tod mache ich mir aber Gedanken. Da möchte ich doch bitte organisiert sein, wenn nix anderes organisiert ist… aber sowas ist wichtig. Man hat schließlich nur eine Gelegenheit zu sterben. Jetzt mag sich alsweiteres die Frage aufdrängen warum ich mir mit fast 22 Jahren Gedanken über den Tod mache… schiebt es einfach auf mein Projekt! Ausserdem bin ich tief in mir drin eben doch ein böser Gruftie und das gepaart mit meiner klischeeorientierten Grundhaltung… liest jemnd von euch Terry Pratchett? Jungs… Mädels, wenn ihr Terrys Tod kennt wünscht ihr euch das DER, genau DER euch abholt wenn ihr mal den Löffel abgeben müsst.
Ich werd euch nach meinem Geburtstag nochmal näher erläutern was ich damit sagen will… mit dem Kater den ich haben werde… das wird bestimmt sehr bildlich.

Seid lieb, verzeiht mir das ich im Moment wieder mehr als unpünktlich schreibe… es ist nicht meine Absicht aber manchmal geht so vieles vor. Aber ab jetzt sieht es wieder rosiger aus. Und es gibt noch zwei, drei Themen die ich vor dem Ende des Projekts unbedingt noch klargestellt haben möchte.

Habt einen sonnigen Tag. Macht Liebe oder schmutzigen Sex… ich geh Kuchen essen!

euer Jan aka Nubriel

Der heutige Song… kurz und knackig präsentiert. Klassiker… irgendwie. Und sooooo gut. Ich hör ihn seit einer Stunde und mir ist noch nicht langweilig.

Muse ~ Feeling Good

März 21, 2007

Tag 25 u. 26 - Willenskraft

Abgelegt unter: Daily Blog — admin @ 6:55 am

Ist das beherrschende Thema der letzten zwei Tage gewesen. Und ich will hier gar nichts beschönigen, dieses Projekt hat gewackelt… und zwar gewaltig! Zwei Tage lang… zwei aussergewöhnlich schöne Tage, ich gebe ganz offen zu ich hatte keine Lust etwas zu schreiben, ich war mir gar nicht sicher ob es sich noch lohnen würde. Ich bin an einem Punkt gewesen an dem mir selbst enge Freunde geraten haben das ganze aufzugeben. Es ist ganz erstaunlich welche Stimmungsschwankungen man innerhalb von einer Stunde alle durchlaufen kann. Mit der Stimmung ist das inzwischen nämlich so eine Sache, ich möchte mich auf sie genauso wenig verlassen wie auf den Hubert, das führt nur dazu das man am Ende verlassen ist. Aber von Stimmungen ist man sogar noch abhängiger als von seinem Schwanz. Sie umspülen einen wie Wellen und drücken einen runter, dann kommt man wieder hoch, will gerade mal frustriert “Scheiße” schreien… schon rückt die nächste Welle an und das einzige was dabei rauskommt ist was? Richtig! Geblubber! Ein Grund warum manche meiner Beiträge, zum Beispiel der von mir frisch gekührte “Schlechteste Beitrag des gesamten Blogs -Tag 23-”, entstehen. Ich schäme mich dafür, ganz ehrlich… ich hab mich schon für ne ganze Stunde auf die stille Treppe verzogen als ich den Beitrag nach einer Mütze Schlaf und einem wesentlich besseren Kaffee nochmals laß. Aber so ist es, man sollte nicht essen wenn man eigentlich kotzen möchte… und man sollte nicht schreiben wenn einem eigentlich nach schreien zumute ist. Ich habe in den letzten zwei Tagen ne Menge geschrien. So innerlich wisst ihr… wenn man auf der Straße plötzlich anfängt zu schreien stecken sie einen nacher noch in ne Anstalt… und dann musst du vor nem kleinen Fernseher mit Britney und Robbi Singstar oder sowas spielen… neee neee, das will ich nicht, das tu ich mir nicht an!
Wenn man drüber nachdenkt ist das doch alles nicht sinnvoll, das ist doch der komplette Schwachsinn. Für was ist so ein Projekt denn gut fragt man mich. Gute Frage! Wir machen hier ja keine Werbung um auf Amnesty, Brot für die Welt oder die Aids Stiftung aufmerksam zu machen. Naja nun haben wir es doch getan… schön, dieser Blog kriegt dadurch doch gleich so nen sozialen Glanz. Warum also mache ich das denn? Weil ich nen Depp bin! Klar, es war da auch ne Trennung im Spiel, aber seien sie doch bitte ehrlich zu sich selbst werter Autor… die Idee ist einer amerikanischen Komödie entnommen. Nichtmal einer deutschen Komödie… dabei verstehen die Deutschen noch richtig was von Komik, kucken sie einfach mal ins Nachmittagsprogramm der drei richtig großen Privatsender. Ich sage nur: “Staatsanwalt Posch ermittelt” … und ermittelt… und ermittelt… und man fragt sich quasie nach den ersten 3 Minuten der ersten Staffel dieses Verbrechens was sie als Serie bezeichnen: “Ist das ein Scherz?” …dann kommt man dahinter das, sollte es kein Scherz sein, das deutsche Fernsehen ganz schön (entschuldigt ich werde vulgär, liebe Kinder falls ihr das lest, sagt einfach “Wir haben die bösen Wörter aus der Schule!”) in den Arsch gefickt wäre. Und über diese traurige Tatsache möchte man dann nicht weiter nachdenken und verdrängt sie. Sooo funktioniert deutsches Fernsehen seit Jahrzehnten. Aber nochmal zurück zur eigentlichen Sache… warum ich das noch mache. Es gibt da eigentlich nur noch einen ganz unerschütterlichen Grund. Ich verliere wahnsinnig ungerne, schon überhaupt nicht gegen mich selbst! Ich habe 40 Tage gesagt, ich will diese 40 Tage! Ja, der gute Hubert wird mich dafür wahrscheinlich jahrelang hassen (wie versöhnt man sich denn wohl am besten mit seinem Schwanz?). Ja, ich werde in meinem Freundeskreis wahrscheinlich Entschuldigungskarten verteilen müssen weil ich soviele Hände gar nicht an einem Tag dankend schütteln könnte. Ja, es treibt mich in den Wahnsinn gerade in den vierzig Tagen Abstinenz jemanden kennengelernt zu haben die man gerne auch mal… näher… kennenlernen würde. Nein, Ähnlichkeiten zum Film sind hier tatsächlich rein zufällig und von mir nicht fokusiert worden… und überhaupt, ne Hollywood Romanze… die Ähnlichkeit zu meiner Situation ist wirklich nur emotional nennenswert… irgendwie… Last but not least, Ja dieses Projekt wird weitergehen… und weiter… und weiter… bis da oben steht “Tag 40″ und ihr werdet mich schreien hören… kurz bevor ich erstmal nen Minütchen heulend zusammenbreche!

Ich hätte niemals gedacht… und an dieser Stelle gebe ich Folker recht der hellsichtig weissagte das es nicht so einfach werden würde. Ich hätte niemals gedacht das es so emotional, so psychisch anstrengend werden könnte wenn man eigentlich nichts andere macht als… ähm… aufhört zu wichsen. Denn das ist der eigentliche Knackpunkt… in meinen Augen, dieses Projektes. Sex… ja, darauf kann man auch schwer verzichten aber manchmal muss man es einfach weil es nicht verfügbar ist. Es sich selber zu machen ist immer verfügbar. Zuhause im Zimmer, auf der Flugzeugtoilette, im Kinoklo, auf der Straße vor älteren Damen nur mit einem Bademantel bekleidet… es geht immer. Aus aktuellem Anlass, weil die Reglements in der Hinsicht noch nicht  ganz klar sind und ich ein paar Mails bekommen habe. Eakulation… in irgendeiner Form, gewollt oder ungewollt wäre ein Regelverstoß. Entweder es bleibt drin… oder die Sache ist gelaufen.
Weiterhin sollte ich nochmal das Porno Billiard spielen erklären. Also… um es mal ganz kurz und knackig zu sagen… es ist stink normales Billiard bloss ohne Bekleidung des Oberkörpers. Porno ist, was ihr daraus macht. Wie immer ist es die persönliche Einstellung die entscheidet. Meistens reichen ein oder zwei vollkommen Verrückte in einer Gruppe die diesen Spass mitmachen. Dann brauchts am besten noch ne Kamera und eine schöne Location. Improvisation ist dabei wirklich ALLES! Das ganze ohne Alkohol im Blut durchzuziehen ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Es ohne Alkohol im Blut zu ertragen ist KUNST! Deswegen seit human und füllt eure nicht-mitmachenden Mitspieler vorher ein bisschen ab. Das beruhigt auch die Nerven sobald sie eure gestählten Muskeln mehrere Stunden lang betrachten müssen. Sprüche wie “Ganz entspannt einlochen” sollten an Porno Billiard Abenden natürlich nicht fehlen, ganz im Gegenteil sie sollten sogar besonders häufig verwendet werden. “Ne ruhige Kugel einschieben”, “Einen Wegstecken” …ist die eindeutig zweideutige Deutsamkeit auch noch auf 2 Promille klar verständlich sind die Sprüche genau richtig! Hinzugefügt werden sollte noch das Porno Billiard nichts mit FKK zutun hat und genauso wenig mit Sex. Das ist immens wichtig. Natürlich könnt ihr auf eurem Billiard Tisch daheim machen was ihr wollt… Porno Billiard ist was für die Extremsportler der Alltagskultur. Für diejenigen die extrem-aus dem Bett fallen, extrem-in den sich drehenden Rührstab fassen oder extrem-kopfüber an der Einbauküche hängen schon durch haben. Danach empfielt sich in manchen Fällen ein ordentlicher Abschuss um im Zweifelsfall am nächsten Tag vor schockierten Freunden- und Familienangehörigen eine zeitweilige Unzurechnungsfähigkeit vorschieben zu können. Oder um Fotos zu erklären die scheinbar durch Zauberhand im Briefkasten der Eltern landeten.
Jetzt seid ihr im Bilde. Willenskraft ist das Ding was ich brauche, nicht habe, mir aber einbilde es könnte ja da sein. Ein Plazebo Effekt ohne Plazebo… Porno Billiard ist eine Extremsportart und hat nix mit Sex zutun. Und ich bin müde und hoffe ihr bleibt mir gewogen denn… es geht weiter und weiter… doch ich sehe Licht am Horizont, oder besser gesagt… eine warme Bettdecke! ;-)

Gute Nacht ihr Lieben, bis morgen

euer Jan aka Nubriel

Muuuusik, ja die kriegt ihr. Ich hab heute morgen was zum entspannen gebraucht und ich finde das “Locker durch die Hose atmen” gerade nen ganz passendes, ironisches Bild meines Projekts zeichnet. Deswegen heute:

War ~ Lowrider

März 18, 2007

Tag 24 - Wie töte ich Amor?

Abgelegt unter: Daily Blog — admin @ 10:30 pm

Und da sitze ich dann auf meinem Balkon, nachts um halb vier. Der Computer ist ausnahmsweise mal aus. Auffällig sind diese drei funkelnden Sterne die sich sehr hell über den ganzen Himmel ziehen. Schön denkt man sich, die kuck ich mir jetzt ne Stunde an, die Stimmung ist dafür de richtige. Und man hat noch keine zehn Minuten gesessen, ich war noch nichtmal bei der zweiten Zigarette, das flattert so nen dickliches Kleinkind auf meinen Balkonsims und grüßt mich mit nem süßlichen “N’abend Meister…”. Natürlich war mir klar das es sich hierbei nur um eine Halluzination handeln konnte. Wobei ja leider fliegende Kleinkinder in letzter Zeit immer häufiger werden. Aber dieses gut genährte Exemplar hatte nun wirklich nichts mit unterlassener Aufsichtpflicht zutun. Ich wusste wen ich da vor mir hatte… ich konnte bloss nicht verstehen warum er nach Ally McBeal nun mich anfing zu nerven. Ich blieb trotzdem höflich… “N’abend, nix zutun?” murmelte ich mit dem minimalistischsten Lächeln das ich aufbringen konnte. Wenn Amor einen persöhnlich besucht ist immer was im Busch, glaubt mir die machen keine Höflichkeitsbesuche. “Wie gehts Neptun?”, ich dachte mir ein bisschen Smalltalk hält ihn vielleicht davon ab mal wieder bei mir den Hobbypsychologen zu spielen, das geht einem nach zehn Minuten dann nämlich rchtig auf den Sack. Und ausserdem hab ich Neptun seid meinem Ostsee Urlaub 2005 nichtmehr gesehen… toller Typ, ruhig, manchmal nen bisschen aufbrausend, aber man kann ihm alles erzählen, der Gute ist vollkommen wasserdicht was Geheimnisse betrifft. Leider ist Armor trotz seinen 58cm Körpergröße gar nicht so blöd… ich meine die Tatsache das er wien Kleinkind aussieht täuscht. “Worüber denkst du gerade nach?”… ihr hättet dieses Grinsen von ihm sehen sollen. Ich hasse es wenn er einen festnagelt. Leider macht es auch keinen Sinn mit Göttern zu diskutieren, eigentlich wissen sie alles, sie wolens nur von einem selber hören. “Über Frauen und… sowas…” antwortete ich ganz wahrheitsgemäß. Mir ging in dem Moment auch durch den Kopf das ich mir eigentlich vielmehr Gedanken machte über Gefühle und wie man sie möglichst geschickt in den Griff bekommt… aber da Amor eh wusste worauf es hinaus laufen würde, machte ich mir nicht die Mühe das auszuformulieren und überlegte eher ob es sehr böse wäre ihm die Flügel zusammenzubinden und ihn vom Balkon zu schupsen. Aber ganz im ernst, nur für den Fall das er euch mal besuchen kommt und ihr auf den selben Gedanken kommt. Macht es nicht, wenn seine Mutter sauer wird habt ihr verschissen. Venus ist da ganz empfindlich und macht keine halben Sachen wenn es um kreative Bestrafungen geht… wenn ihr versteht was ich meine.
Naja, also haben wir uns unterhalten. Über Frauen und im speziellen über Gefühle zu Frauen. Amor hat da im wahrsten Sinne nen echten Schuss weg, hoffnungsloser Romantiker und das mit seiner Körpergröße. Aber einiges was er sagt rgibt durchaus einen Sinn. Zu seinen Gefühlen stehen zum Bespiel. Klasse, ja wer sich das erlauben kann. Amor hat da aber auch schätzungsweise 5000 Jahre mehr Erfahrung drin. Irgendwann hab ich ihm dann klipp und klar erklärt das ich keinen Bock mehr auf Beziehungen habe und das momentane Ziel darin bestehen würde unkompliziert einfach Spass mit Frauen zu haben. Darauf hin isser echt ausgerastet. Da fielen ganz böse Begriffe die man aus dem Mund eines Kleinkindes das aussieht als wäre es gerade 3 Jahre alt geworden einfach nicht hören möchte. Super, seit drei Jahren das erstemal das ich ihn wiedersehe (kurz vor meiner letzten Beziehung hatte ich ihn anner Backe weil er meinte ich sollte mein Zimmer aufräumen… der Kleine hat nen Mutterkomplex!) und dann sowas… Er verschwand mit einem sehr angesäuertem “Plopp” im was-weiß-ich und ch saß da und war angefressen. Ich lass mir nicht gerne was von Leuten sagen die so altklug wirken. Aber das schlimme ist, der Kleine kann mit seinem Aussehen nur altklug wirken… das muss man verstehen.
Naja, das war mein Treffen mit Amor. Ich war nicht wirklich schlauer als vorher, Neptun ist da irgendwie klarer. Bei dem kann man sich aber auch wesentlich besser konzentrieren. Mich verwirren einfach jedesmal diese Flügel… und ausserdem sieht Amor, um mal aus dem Nähkästchen zu plaudern, auch ganz anders aus als auf den meisten mir bekannten Darstellung von ihm. Dieses zum Teil wirklich fiese Grinsen was man nem Kleinkind niemals zutrauen würde… vorallem wenn er über Sex spricht… Aber gut, er war da, ich hab einiges klären können… trotz diesem etwas unglücklichen Ende. Ich bin gespannt wann er das nächstemal aufkreuzt. Er hat sich im übrigen kein bisschen für mein Projekt interessiert, wir können aber sicher sein das er davon wusste.
Und was mir blieb, war noch ne Zigarette aufm Balkon… meine letzte wohlgemerkt, Amor ist nen kleiner Schnorrer, meistens hat er selber keine dabei. Und die Gewissheit das Liebe echt zu kompliziert ist um sich damit lange zu befassen. ich werd mich also bemühen und mich auf Sex und zeitweilige Gefühlsausbrüche beschränken. ;-)

Tag 24 war auch gleichzeitig Tag einer SHB Veranstaltung. Das Schwarze Breme ging Billiard spielen und machte danach einen gemütlichen Sitzabend beim Hofi. Der Money Maker wurde mal wieder gestürmt von der schon fast berüchtigten Horde “schwarz gekleideter Verrückter”. Ein ganzer Raum für uns, drei Tische, da bot es sich doch an sch ein bisschen frei zu machen. Also erklärten wir den Abend zum ersten Porno Billiard Abend der SHB Geschichte. Das ganze hatte zwei nennenswerte Vorteile, ich konnte mein T-Shirt ausziehen und wir rechtfertigten damit die strikte Einhaltung der Altersgrenze von 18 von unserem Organisationsteam im Vorfeld. Nach einem netten Fotoshooting und einem grandiosen 2:1 Sieg gegen Thes (ganz knapp… aber trotzdem grandios!) waren die zwei Damen vom Empfang zum einen angetan von meinem Oberkörper, zum anderen der festen Überzeugung ich wäre Bi und wollte in ihrer hübschen Einrichtung einen Porno drehen! Und ich wusste… ich war ganz offensichtlich gut! *lach*

Es wurden auch ganz ausgezechnete Fotos über die sich am späteren Abend die versammelte Mannschaft nochmal beeumeln konnte. Wisst ihr, sowas lenkt einen am besten davon ab das man eigentlich ein armes sex-fastendes Arschloch ist. Mein Geburtstag wird nun auch gefeiert. Ich hätte damit gar nicht gerechnet… aber der Hofi, der Gute stellt selbstlos seine Bude zu Verfügung. Da kann man ja nicht einfach nein sagen… also hab ich jetzt noch Einladungen schreiben vor mir. Das kann ja heiter werden *g*

Was gibt es noch? Ich muss mich zutiefst bei euch entschuldigen für diesen grausamen Eintrag am 23. Tag. Ich werde nie wieder übermüdet und emotional überzuckert schreiben, ich schwörs! Vielleicht war auch der Kaffee schuld… mh… *Kaffee schlürf* OH NEIN! O.O

So, mehr gibts nicht. Zumindest heute. Morgen wieder… da wird es sicherlich etwas haariger zugehen, denn ich traue mich Morgen mal wieder zum Frisör. Einmal die Spitzen und Farbe bitte. Welche Farbe? Irgendwas helles… ich hab gehört Orange soll diesen Sommer ganz im Trend liegen. Das neue rosa sozusagen… mhhhh rosa… ;-)

Schlaft gut ihr Hübschen, träumt süß und bis Morgen.

euer Jan aka Nubriel

März 17, 2007

Tag 23 - Don’t fake feelings!

Abgelegt unter: Daily Blog — admin @ 8:43 am

Es regnet, der Himmel ist mausgrau, aber ich schaffe es nicht mich darüber effektiv zu ärgern. Schieben wir es auf den Schlafmangel. Die Nacht war mal wieder zu kurz, dafür dieses Mal umso reizvoller. Wann habe ich es das letztemal gemacht, ich kann mich nicht mehr richtig erinnern. Es muss irgendwann vor zwi Jahren gewesen sein. Damals telefonierte ich jeden Abend mit meiner damaligen Freundin. Fernbeziehungen erfordern entgegen aller Annahmen eine Menge mehr Kommunikation als diese normalen Partnerschaften in denen man sich irgendwann nur noch das nötigste sagt. Heute Nacht habe ich nicht mit meiner Freundin telefoniert, aber es fühlte sich auf eine Art und Weise so an. Nur ohne den ganzen Stress, die Verpflichtungen, das Gefühl von besitzen und besitzt werden. Es war schlicht und einfach angenehm, entspannend, lustig und interessant. Es gehört viel dazu eine ganze Nacht mit Gesprächen zu füllen, vorallem wenn du die Person am anderen Ende des Hörers nicht wirklich kennst. Es hat einen eigenen Reiz, du tauchst ein in eine Welt die dir eigentlich völlig fremd ist, aber du hast trotzdem das Gefühl sie durch die lebhaften Erzählungen der anderen Person förmlich greifen zu können. Es hat mir sehr viel Spass gemacht. Und ich habe soviel gelernt… Dorfleben ist komplizierter als wir Großstädter (wenn man Bremen so nennen möchte *hust*) uns das überhaupt denken, diese ganzen Intrigen und dunklen Geheimnisse an frischer, kuhdunggeschwängerter Luft. Ausserdem, das sei hier mal offiziell festgestellt das der allseits bekannte Apfel”strunk”, auch bekannt als Apfel”gripsch” in Hessen Apfel”krotzen” heißt, was bemerkenswert ist. Ich glaube ich hätte als Kind nicht in ein Stück Obst gebissen das in der Mitte etwas “krotziges” hat.

Ich habe die Nacht also mit telefonieren verbracht. Eine wunderbare Stimme, sehr angenehm. So darf man mich ruhig öfter um den Schlaf bringen, oder auch gerne ins Bett begleiten. Gut Hubert ist halb durchgedreht, aber inzwischen habe ich ihn ganz gut im Griff. Nicht wortwörtlich… wo denkt ihr bloss schon wieder hin. Aber kommen wir zu interesannteren Fragen. Wie kommt man von einer Internet Bekanntschaft zu ner Nacht am Telefon. Es ist in der Theorie relativ einfach. Sei lieb, besorg dir die Nummer, und hab dann auch den Schwanz in der Hose sie anzurufen. Eine gewisse Liebenswürdigkeit konnte ich mir bei ihr wohl nachweisen. Die Nummer besorgen ist dann relativ einfach. Man(n) muss freundlich wirken, nicht aufdringlich, interessant aber nicht psychopatisch… ausserdem bietet es sich an für die ersten Gespräche nüchtern zu sein. Hilft einiges, vorallem in Sachen der Verständigung. Als letztes den Schwanz in der Hose haben sie auch anzur… ach naja was rede ich da, ich habe seit Tagen das Gefühl nix anderes mehr ausser meinem Schwanz in der Hose zu haben. Das erste Telefongespräch ist dabei ähnlich wie der erste Sex, man sollte schon darauf achten wie man rüberkommt. Natürlich… sollt ihr euch natürlich verhalten. Die Person am anderen Ende des Hörers geht ja davon aus das sie mit euch spricht und keine Show hört… dafür hat sie nen Radio und zahlt überteuerte GEZ Gebühren. Trotzdem… achtet auf eure Stimmlage. Ich kenne das von mir, wenn ich mich über etwas sehr freue verfalle ich manchmal in eine ungewollt hohe nasale Tonlage, auch bekannt als das “Mäuschen mit zusammengekniffenen Eiern nach fünf Gläsern Southern Comfort”  Ausserdem… unterbrecht sie nicht ständig. Ihr wollt sie nicht nerven sondern ihr die Möglichkeit bieten euch kennenzulernen, sie soll euch aber tunlichst nicht für einen Spinner halten. Also seid unaufdringlich… das gilt am Telefon wie auch sonst so… Man setze ich heute aber wieder viele Pünktchen, das kommt davon wenn ich übermüdet bin, ich denke dann ohne Punkte, also setze ich soviele Kommas wie ich kann und wenn ich merke es geht nicht mehr… Pünktchen, Pünktchen, Pünktchen. Das schöne am telefonieren ist, man merkt relativ schnell ob man sich grün ist oder nicht. wenn nach ner Viertelstunde durch die Leitung ein leises Rauschen weht und ihr euch sicher seid eben ein Gähnen geört zu haben… ist es vorbei! Sobald ihr es aber schafft euch über eine Stunde mit jemandem zu unterhalten ohne das es langweilig wird… kann das eine sehr nette und lustige Bekanntschaft werden! Das ist wohl auch einer der Gründe warum Telefondating Partys mal so beliebt waren.
Was kann ich denn noch so zu Tag 23 sagen. Eigentlich stach er ansonsten nur durch eine ausserordentlich leckere Pasta hervor die ich mir aus der drohenden Hungersnot heraus herstellte. Danach kam lange Zeit nichts… dann erinnere ich mich schwach daran geduscht zu haben. Mal wieder, ja, ich bin da leicht süchtig. Ich rieche einfach zu gerne nach Axe Thai Massage in Kombination mit Hugo Boss Parfume.

Wollen wir nochmal ein wenig über unser heutiges Topic sprechen? Eigentlich ist es meinem charmanten Telefongespräch entliehen und… ich will ja auch nicht ins Detail gehen was das Gespräch anging aber mir fiel mal wieder auf wie unpersönlich das Internet doch teilweise sein kann und wie persönlich es plötzlich wird wenn man einfach die Stimme des anderen hört. Großes Kino, mit Kribbeln im Bauch und sogar das allseits bekannte “Ich hatte Sex und kriege das Grinsen nicht ausm Gesicht”-Grinsen stellt sich nach einiger Zeit ein. Nicht weil man Telefonsex hatte, nein… aber denoch aus dem selben Grund warum es sich nach dem Sex meistens einstellt… weil man intim war, auf eine Art. Und weil man sich gut dabei fühlte.

Ich will theoretisch noch mehr schreiben. Dazu müsste ich aber noch weiter ausholen. Und im Moment hat mein leckerer Kaffee auf mich eine so einschläfernde Wirkug das ich an dieser Stelle erstmal aufhören werde. Heute Mittag setze ich mich nochmal ran. Thema… naja, wie werd ichs nennen… vielleicht irgendwas tiefschürfendes wie “Die Kunst der Kommunikation” …aber wahrscheinlich wirds eher ein “Wieso reden wenn man auch quatschen kann”
In diesem Sinne bis heute Mittag, Tag 24… wuhuuu! Schlaft gut ihr Hübschen ;-)

euer Jan aka Nubriel

ps: Lange Telefonate sind schön, die richtige Musik dazu die leise im Hintergrund dudelt ist dabei nicht zu vernachlässigen. Ich habe heute jemandem mit einem Lied eine kleine Freude gemacht und weil ich es auch persönlich wunderschön finde gibts das ganze jetzt auch als Titeltipp nochmal im PS. Ich hoffe es gefällt euch, sucht euch was zum kuscheln wenn ihr es hört! ;-)

The Goo Goo Dolls ~ Iris

März 16, 2007

Tag 22 - Lassen sie mich Arzt, ich bin durch!

Abgelegt unter: Daily Blog — admin @ 2:26 pm

Es ist im Grunde genommen immer das selbe. Seit drei Jahren, seit meiner Operation. Seit man mir sagte das Augenuntersuchungen im Abstand von drei Monaten sinnvoll und notwändig wären. Seitdem gibt es alle drei Monate einen Tag, dessen Ablauf ich im vorraus minotiös plane. Ich bereite mich auf ihn vor… auch um ihn immer wieder durchzustehen. Man steht morgens auf, im besten Fall hat man ein paar Sunden geschlafen. Duschen, Zähneputzen, rein in die Klamotten. Die Contaktlinsen können wir an diesem Tag zuhause lassen, alleine deswegen könnte ich diesen Tag hassen! Und dann fährt man los. Augenarzt Termin, Netzhaut Untersuchung… und seit gut einer Woche immer wieder unterschwellig ein Gedanke. “Bitte keine Löcher, Risse oder ähnliches!” Denn das heißt Lasern und im schlimmsten Fall, Krankenhaus, Operation, 5x 2 Augentropfen am Tag, scheiß essen, hübsche Schwestern mit hässlichen Bettpfannen und soziale Isolation die nur durchbrochen wird von den Rentnern die mir einen Schwenk aus ihrem Leben erzählen wollen. Bei meiner letzten Augenoperation, der ersten und vorerst auch hoffentlich letzten, war ich 18. Das Durchschnittsalter der Station sackte durch mich von 72 stark in den Keller. Das half mir leider nichts und so schraubte mein Bettnachbar gerne sein künstliches Bein ab, stellte es in die Ecke bevor er begann mir etwas über seine Sammelleidenschaft zu erzählen. Modellastwagen. Wenn sie es nicht schaffen euch bei der Operation umzubringen und auch das Essen euch nicht genug schwächt… Modellastwagen schaffen es! Meine Operation damals war ein sehr guter Erfolg. Ich wurde vom Chefarzt der Klinik höchst persönlich operiert. Ich darf mich deswegen auch nicht beschweren. Meine Netzhaut sah damals aus wie ein Bettlaken mit dem zwei tollwütige Hunde zwei Stunden lang getobt haben. Was dieser Arzt geschafft hat war zweifellos “Chefarbeit”.

Das sind Dinge die mir durch den Kopf gehen wenn ich fahre. Wenn ich diese wunderbare Milchglastür aufmache. “Einen Termin um 3 Uhr…”, ich habe mich kaum hingesetzt da steht sie schon charmant lächelnd vor mir. “Wir wollen schon tropfen!” … Oh, heute so schnell? Die Dame hat wohl noch nen Date, normalerweise muss ich regelrecht betteln damit sie mir das brennende Zeug ins Auge schütten. *tropf* *tropf* Ein asiatischer Junge sitzt im Wartezimmer und schaut mit einer Mischung aus Angst und Neugier zu. Ich kenne diesen Blick so gut. Ich habe wie er in Wartezimmern von Augenärzten gesessen seit ich 4 Jahre alt war. Ich habe mir inzwischen etwas angewöhnt. Egal wie sehr es brennt, wenn ein Kind im Wartezimmer ist, lächel, rede mit ihm, es muss nicht zwangsläufig nen Brüllerwitz sein. Manchmal reicht ein “Das sieht nur so aus als würde ich weinen!” mit einem Lächeln dazu vollkommen. Und es brennt immer… man gewöhnt sich nur daran es nicht so sehr zu zeigen! ;-) Die nächsten Tropfen kommen zehn Minuten später, die Mädels die hier hochkompetente Assistentinnen darstellen sind heute echt fix. Da frage ich mich immer… wieso nur an Tagen an denen ich NIX zutun habe? Wenn ich dringend wohin muss haben die Damen meistens aaaalle Zeit der Welt. Meine Pupillen erweitern sich, ein kurzer Blick in den Spiegel, japp, das wars mit den schönen blauen Augen. Alles schwarz… nur einer winziger Streifen neben der Pupille deutet noch darauf hin das ich mal so etwas wie eine Augenfarbe hatte. Boa ich seh aus als hätte ich in Lammbock mitgespielt. Ich darf dann Platz nehmen am Pustomaten. Keine Sorge das Gerät hat sicherlich irgendeinen hoch technischen Namen. Der Sinn des Gerätes besteht darin den Augendruck zu messen, jaaah wir haben alle nen Gewissen Druck im Auge, wegen der Flüssigkeit und der Gase und so… fragt mich nicht genau. Das Gerät misst jedenfalls den Druck und wie macht es das?  Im Krankenhaus, nach meiner OP gab es ein Gerät das hatte so einen kleinen Stift vorne, da kam blauen Licht raus. Da ich sowieso 5 Mal täglich getropft wurde, war mein Auge natürlich unter Dauerbetäubung. Mit diesem Stift drückte man dann auf die Pupille und binnen weniger Sekunden hatte man den Augendruck festgestellt. Das klingt etwas komisch, ist aber grundsätzlich super leicht. Einfach nach vorne kucken ins blaue Licht, Zack, BUMS, fertig. Aber irgendeinem, miesen, kleinen, dreckigen…. PENIS! (’tschuldige Hubert) Der nicht genug Liebe in seinem Leben bekommen hat, war das ganz offensichtlich zu kompliziert und zu langsam. Er entwickelte eine Maschine mit einer revolutionären Messmethode. Zeit dafür, unter einer Sekunde. Das Ding hat nur einen Haken… dieses hoch-technische, zeitsparende Gerät SCHIEßT auf dein verdammtes Auge!!! Mit Luft… das sollte man dazu sagen, aber bitte glaubt mir, auch ein kurzer Stoß Luft die dir mit hoher Geschwindigkeit ins Auge geschossen wird “KLACK!”, machts dann… ist NICHT angenehm. Der Typ der das erfunden hat sollte mir nicht Nachts auf der Straße begegnen.
Naja, langer Rede, kurzer Sinn. Meine Augen sind in Ordnung. Ich kann wieder 3 Monate ohne einen Gedanken daran leben. Aber ich weiß, irgendwann im Sommer wird es wieder einen Tag geben. Und ich werde mich wie die Jahre zuvor innerlich darauf eingestellt haben … auf das schlimmste… “Netzhautriss, OP, fahren sie nach Hause und packen sie ihre Sachen!” …leider sind Netzhautrisse nicht gerade langsam. Sind sie einmal da, reißen sie schnell… die gesamte Netzhaut löst sich… und schwupp… nunja, man kann es sich denken.

Davon abgesehen war mein Tag nochmal sehr sonnig. Was aber furchtbar war, denn wenn du Pupillen hast die so weit offen sind dass sie deine Iris überdecken ist selbst ein bedeckter Himmel eine STRAHLENDE WAND AUS LICHT. Und nun stellt euch vor euch knallt die Sonne in die Augen… richtig, das gibt einmal nen Blindflug. Bitte fahrt dann niemals Auto… wobei, ihr würdet euer Auto dann sowieso nur mit unheimlich viel Glück finden *g* Abends gng es noch zu einer netten Bandprobe und danach ins Shagall wo erschreckenderweise noch gar nichts los war als ich ankam. Also hab ich mit DJ Artur mal nen längeres Pläuschchen gehalten was auch sehr nett war. Danach überstürzt nach Hause aufgebrochen, die gute Alessa hat am Freitag ne Prüfung und da wollte man doch noch artig Glück wünschen und ein bisschen reden. Ich hoffe sie packt das, ich bin fast so nervös wie sie! *lach*

Noch was? Mh, entschuldigt heute war ich nicht lustig. Hängt mit dem Tag zusammen. Ich hasse ihn… ch kann da so schwer lustig sein. Ich muss das dringend üben! ;-)

Macht euch einen Sonnigen und lasst euch die Sonne auf den Pelz brennen!

euer Jan aka Nubriel

März 15, 2007

Tag 21 - Zufälle gibts… die gibts gar nicht!

Abgelegt unter: Daily Blog — admin @ 6:04 am

Kennt ihr das, ihr seid richtig scharf auf ein Mädchen und wollt unbedingt mit ihr schlafen… liebe Männer, natürlich kennt ihr das. Meistens folgen dann mehrere Phasen. Nummer eins, die Blickkontakt Phase, nicht wirkungsvoll… aber schön. Ihr steht den ganzen Abend da, trinkt etwas, raucht eine Zigarette nach der anderen (Nichtraucher knabbern üblicherweise, klischeeorientiert, Salzstangen) und konzentiert euch nebenbei auf euren charmanten aber nicht aufdringlichen, eindringlichen aber nicht manischen, freundlichen aber nicht verzweifelten Blick. Ihr habt das alles im Griff, eure Mimik stimmt, ihr sabbert nicht und… sie kuckt euch nicht einmal an. Ihr geht zu Phase Nummer 2 über, vorher trinkt ihr aber nochmal einen. Jetzt gehts auf die Tanzfläche, wenn ihr euch vor sie stellt und mit dem unwiederstehlichen Charme eines notgeilen Elefantenbullen anfangt zu balzen wird sie euch schon bemerken. Das tut sie dann auch. Sie bemerkt euch, genauer gesagt bemerkt sie zuerst das ihr nicht tanzen könnt. Das bemerkt sie natürlich, weil sie eine Frau ist, ungefähr 3 Sekunden VOR euch… was euch wiederum in eine echt beschissene Situation bringt. Aber ihr seid taff, ihr seid smart ihr tanzt weiter und wenn es das letzte ist was ihr tut, jetzt habt ihr wenigstens ihre ungeteilte Aufmerksamkeit. Und diese richtet sich dann auch gleich auf euren weit geöffneten Hosenstall… irgendwo mussten die acht Drinks ja hin die ihr wärend Phase 1 verschlissen habt. Ihr solltet im Boden versinken, aber ihr seid Optimisten und habt jetzt immerhin eine geradezu emotionale Reaktion von ihr bekommen. Sie hat ne Augenbraue hochgezogen. Ihr seid auf dem richtigen Weg. Jetzt nicht verzweifeln, sofort zu Phase 3 übergehen. Phase 3 wird auch gerne als “der Schleimer” betitelt, aber lasst euch von diesem negativen Image nicht abschrecken. Ihr nutzt den Moment der totalen Verwirrung der Dame und lotst sie fachmännisch zur Bar. Ehe sie über den Moment weg ist hat sie schon nen Getränk in der Hand. ACHTUNG, ihr habt bisher weder durch Charme, noch durch Stil, geschweige denn durch Souveränität geglänzt, sorgt bitte wenigstens dafür das sie euch für reich hält! Wenn ihr das schafft, könnt ihr noch ein Weilchen in Phase 3 verweilen, ihr Komplimente über ihre Kleidung machen und euch ernsthaft interessiert zeigen an allem was sie an Themen so anschneidet. Dabei ist es nicht wichtig was ihr sagt. Sie hört sich selbst nicht richtig zu. Sie denkt ihr wärt nicht gerade arm und möchte bloss noch den ein oder anderen Drink abgreifen. Das schockiert euch? Och das muss es nicht, viele große Liebschaften und noch viel mehr One Night Stands haben so angefangen. Folgen wir euch nun in Phase 4. Die schwerste wohlgemerkt, hier kann alles gut gehen… oder ihr hört eure Glocken bimmeln, in mehrerlei Hinsicht. Eure Aufgabe in Phase 4 ist es nämlich ihren Typ herauszufinden und das richtige Timing zu erwischen. Und da Männer bekanntlich rein gar nix von Multitasking verstehen ist das beides gleichzeitig zutun eben schwierig. Wenn ihr es geschickt anstellt könnt ihr irgendwann den Satz einstreuen “…vielleicht noch auf einen Kaffee zu mir…”. Es ist unwichtig ob ihr Kaffee im Haus habt, die ganze Welt weiß das Kaffee kein Getränk ist, sondern ein Vorwand!! Wenn es klappt genießt es, wenn nicht… meine Güte wie bin ich bloss wieder so weit vom Thema abgekommen? Was war eigentlich das Thema??
Achja, die erste Zeile. Kennt ihr das, ihr wollt unbedingt mit einem… blblabla, lest oben selber nochmal. Ihr wisst schon. Ich… habe das auch! Ich muss es jetzt einfach mal so sagen. Ich will seit Tagen, seit Taaagen unbedingt mit einem Mädchen schlafen. Also nicht irgend eines es ist schon ein bestimmtes. Es wäre natürlich leicht sich das ganze jetzt einfach nicht zu sehr zu Herzen zu nehmen, das schlimme ist, das besagte Mädchen will es auch. “bn nn” (wer erinnert sich an die Tastenkombination? Gibtn Keks!!!) Zum Glück trennen uns einige hundert Kilometer und ein wahnwitziges Projekt. Trotzallem machte es mir die letzten Tage doch zu schaffen, es war schön aber eben auch anstrengend. Nagut es war vorallem schön, das muss ich mir eingestehen. Wir sprechen hier im Moment von Sex, nicht mehr… Ja das mag moralisch zweifelhaft sein aber es gibt Menschen wie uns die tatsächlich nur einfach mal so mit einem Menschen der uns gut gefällt Sex haben können. Es ist gut… es st auch nicht das erste Mal das mir so etwas passiert. Was mir allerdings neu ist, ist die Tatsache das ich mich mit diesem Mädchen gut verstehe, sehr gut. Wisst ihr, das ist normalerweise kein primärer Punkt bei solchen Geschichten, man muss sich nicht unbedingt gut “verstehen” um miteinander Sex zu haben. Natürlich ist es ungemein hilfreich wenn man sich versteht. Aber und hier kommt der Punkt der auch an das Topic des heutigen Beitrages heran führt. Wir beide… haben Gemeinsamkeiten… und zwar nicht zu knapp. Ich gehe jetzt mal nicht ins Detail aber es war so seltsam (Schrägstrich lustig) das wir für einen Augenblick erstmal definitiv klären mussten das wir nicht eng verwandt sind. So schnell… so schnell geht es von einer reinen Sex Sache zu einer gewissen emotionalen Nähe. Ich glaube wir beide können noch ne Menge Spass zusammen haben.

Damit hätten wir dann auch den letzten Grund für meine gute Laune geklärt. Es ist mal wieder ne Frau, Männer… wir sind abhängig, wir merken es bloss selten! ;-) Das interessante und jetzt muss ich nochmal zu der hübschen Dame kommen die mir meine gute Laune beschehrt, ist die veränderte Situation für mich. Normalerweise hätte ich sie nachdem wir geklärt hatten das beide Seiten da gerne mehr draus machen würden für ein Wochenende besucht. Normal… ist aber im Moment nicht. Deswegen befinde ich mich jetzt in einer äusserst interessanten Lage. Zum einen, stört mich das Projekt natürlich. Meine Güte ich könnte mit ihr ein Wochenende lang Dinge anstellen… Aber, ein großes aber, zum anderen… spornt es mich an mit dem Projekt weiterzumachen. Es ist zwar Schade, weil wir uns so wohl erst im April sehen werden, aber es wäre einfach ein Verrat an diesem Projekt wenn ich es wegen einem Mädchen aufgeben würde. Und selbst sie liest es gerne… sie würde also auch was verlieren! *lach*

So, habe ich jetzt tatsächlich einen ganzen Beitrag lang von diesem netten Mädschen gequasselt? Da seht ihr mal, die Dame ist gut, hat mich voll im Griff ;-) Aber soviel mehr gab der Tag dann auch nicht her. Ich hatte Training… war unter der Dusche und habe mich unten rum mal wieder richtig fein säuberlich gestutzt. Das interessiert euch aber wahrscheinlich eher weniger. Ich wollts auch nur anschneiden, der Vollständigkeit halber, ihr wisst ja ich steh auf sowas. Also Vollständigkeit jetzt…nicht… äh… ach ihr wisst was ich meine! Was haben wir am heutigen Tag also gelernt? Kuscheln vor und nach dem Sex ist super, kuschel wärend dem Sex nicht unbedingt notwendig. Eine Ausdnahme bildet der Kuschelsex der auch mal vorkommen darf. Was noch? Eine Theorie… Wenn sich aus einer potentiellen Sex-Bekanntschaft eine potentielle Freundschaft entwickelt kann der Sex dadurch nur noch besser werden. Und vielleicht noch ein kleines Schlusswort?

Jedem dem dieser Blogeintrag heute etwas planlos erschien… muss ich unbedingt recht geben! Ich hoffe nur immernoch es merkt keiner! Ich sage es ganz ehrlich, steinigt mich nicht, aber dieser nette Abend heute überdeckt sämtliche gewonnenen Eindrück vom rest des Tages. Es ist grausam, es ist ein Phopa an der Kunst aber… irgendwie… muss es sowas ja auch mal geben. In diesem Sinne, bleibt fröhlich, das Wetter bleibt es auch noch eine Weile!

Schlaft gut, träumt was hübsches und seid morgen wieder dabei :-)

euer Jan aka Nubriel

ps: Ja auch heute gibts natürlich nen Song. Und ganz ehrlich, ich war fest davon überzeugt ich würde heute Subway to Sally endlich, ENDLICH zu Ruhm und Ehre in meinem Blog führen. Ich hatte Blut, Blut und Herrin des Feuer in der Auswahl. Aber… ich bin dann doch beim Irish Folk gelandet. Nein, kein Riverdance für euch. Ganz reelen Speedfolk.

Fiddler’s Green ~ Folks Not Dead

Habt Spass :-)

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